Das beliebte Arret VG4 Pflaster von Friedl Steinwerke
Das beliebte Arret VG4 Pflaster von Friedl Steinwerke

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von Betonsteinpflaster in ungebundener Bauweise.

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Boden für kluge Köpfe: Campus der WU Wien mit Friedl Steinen

Pflaster von Friedl Steinwerke für den Campus der Wirtschaftsuniversität Wien

Die Lieferungen an Großformatplatten für den neuen Campus der Wirtschaftsuniversität Wien sind abgeschlossen: Insgesamt rund 18.000 m2 Großformatplatten und Pflastersteine produzierte das burgenländische Familienunternehmen Friedl Steinwerke  für die Flächenbefestigung des neuen Universitätsgeländes. Plattenformate und Farben sind Sonderanfertigungen, die die Friedl Steinwerke gemeinsam mit den verantwortlichen Architekten von BUSarchitektur & landschaftsarchitektur & BOA büro für offensive aleatorik erarbeitet haben.

Aufgrund der Größe des Geländes und der Gebäude wurden in der Flächenbefestigung ebenfalls große Formate gewählt: 90 x 60 x 18 cm, 90 x 45 x 18 cm und 90 x 30 x 18 cm groß sind die Magnum VG4 Platten, die die 600 m lange Haupttransversalie durch den Campus gestalten. Um der Fläche Lebendigkeit und Wärme zu verleihen, entwickelten die Architekten gemeinsam mit Friedl Steinwerke im werkseigenen Baustofflabor unterschiedliche erdtönerne Farbabstufungen für die Steine. Die derart produzierten Platten wurden dann unregelmäßig in Bahnen verlegt. Darüber hinaus wurden 120 x 30 x 12 cm große Magnum VG4 Platten für den Patio Bereich produziert.

Alfred M. Friedl, Geschäftsführer der Friedl Steinwerke: „Unsere technische Ausstattung ermöglicht uns, gezielt auf die Wünsche von Architekten und Planern einzugehen. Mithilfe modernster Produktionsmaschinen können wir Steine in Sonderfarben erzeugen, Oberflächenveredelungen durchführen und speziell gewünschte Formate herstellen. Unsere Sonderanfertigungen sind in der Produktlinie Friedl Individual zusammengefasst. Der Campus der WU Wien ist für uns auch deshalb ein wunderschönes Projekt, weil er zeigt, wie wir aus rund 3.000 m3 Beton die Vorstellungen der Architekten präzise realisieren konnten.“

Die Großformatplatten wurden feingestrahlt und ein Teil zusätzlich diamantgebürstet. Die diamantgebürsteten Platten wurden in jenen Bereichen verlegt, wo Lieferverkehr stattfindet. Bei dieser Oberflächenveredelung werden die Steine maschinell poliert. Dadurch werden Verschmutzungen durch Reifenabrieb des Lieferverkehrs geringer gehalten bzw. reduziert. Um das Fugenbild beizubehalten, wurde das Blindenleitsystem nachträglich in die Steine eingefräst. Bei der Produktion wurden die Platten dafür mit einer höheren Vorsatzschicht versehen.

Verlegekonzept lädt zum Flanieren ein

Dunkle Bänderungen aus 45 x 15 x 18 cm großen Magnum Steinen unterbrechen immer wieder die mit den Großformatplatten gepflasterten Flächen und verfolgen dabei zwei Ziele:  Sie dienen einerseits der intuitiven Orientierung, denn die Abstände zwischen den Bänderungen werden zu den Haupteingängen der Universitätsgebäude hin schmäler, andererseits sollten sie „entschleunigend“ wirken und einen Rhythmus schaffen. „Der Campus soll zum Flanieren einladen“, beschreibt  Architektin Laura P. Spinadel von BUSarchitektur, die für den Masterplan und die Freiraumgestaltung des Campus verantwortlich zeichnet, das Konzept des Außenraums und weiter: „Der Campus ist ein offener Bereich,  die Gebäude darin sind architektonisch überaus unterschiedlich – die Aufgabe der Flächengestaltung ist es, dem Campus Identität zu geben.“

Für die Flächen an den rückseitigen Eingängen, Radabstellflächen und Parkplatzflächen wurde der Friedl Stein Grado VG4 im Format 15 x 15 x 8 cm gewählt. Dieser Stein weist eine gealterte Oberfläche mit gebrochenen Ecken und Kanten auf; er erzeugt einen optisch reizvollen Kontrast zu den modernen Magnum Platten mit Mikrofase.  Darüber hinaus lieferten Friedl Steinwerke rund 5 km an Raseneinfassungs- bzw. Leistensteinen.

Auftraggeber der Friedl Steinwerke ist die ARGE Freiflächen WU Wien Habau -  Haider (Technische Geschäftsführung Habau GmbH., Kaufmännische Geschäftsführung Gebrüder Haider GmbH).

Fotos: Markus Kaiser, Graz