Die Fugen wurden mit dem Friedl Mineral-Fugenfüller ausgefüllt.
Die Fugen wurden mit dem Friedl Mineral-Fugenfüller ausgefüllt.

Richtig Pflastern - Videoanleitung zum Verlegen
von Betonsteinpflaster in ungebundener Bauweise.

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Friedl Steinwerke GmbH weist ausdrücklich darauf hin, dass sie keine von ihr erzeugten Beton- und Betonsteinerzeugnisse selbst verlegt, sondern mit der Verlegung dieser Produkte befugte und konzessionierte
Pflasterer oder Steinverlegungsfirmen zu beauftragen sind. Bei unseren im Zuge der Beratung erteilten Verlege- und Verarbeitungshinweisen handelt es sich somit nur um unverbindliche Empfehlungen, für die die Firma Friedl Steinwerke GmbH keinerlei Haftung – in welcher Art auch immer – übernimmt. Alle darin gemachten Angaben entsprechen dem heutigen technischen Wissensstand. Sie können ohne Ankündigung laufend geändert werden und sind deshalb ohne Gewähr. Die nachfolgenden Produkteigenschaften gelten als vereinbart. Irrtümer und Druckfehler behalten wir uns vor.

Die folgenden Verlege- und Verarbeitungshinweise und Angaben sind als unverbindliche Empfehlungen zu verstehen, welche ein Resultat aus unserer jahrelangen praktischen Erfahrung darstellen. Keinesfalls kann daraus ein Rechtsanspruch oder eine Haftung zu unseren Lasten entstehen.

UNVERBINDLICHE VERLEGEHINWEISE FÜR PFLASTERSTEINE

Verlegehinweise für Pflastersteine, Pflasterplatten, Verbundsteine, begrünbare
Rasengittersteine und Sickerpflastersteine.

Der Aushub
Beachten Sie bereits beim Aushub die Notwendigkeit eines entsprechenden Randabschlusses (kräfteableitende Einfassung). Wenn die verlegten Steine an den Rändern nicht fest eingefasst sind, können sie „wandern“ und dadurch ungleichmäßige Fugen entstehen.
Der Aushub sollte daher ca. 20 – 30 cm breiter als die zu verlegende Fläche sein.

Der Oberbau mit Tragschichten
Für die Verlegung in ungebundener (Splittbett) oder gebundener (Mörtelbett) Bauweise gelten die Bestimmungen der ÖNORM B 2214 sowie die Bedingungen der RVS 08.18.01 und RVS 03.08.63. Eine fachgerechte Ausführung garantiert die Entwässerung der Fläche und bildet die Grundlage für ein schönes Endergebnis!
Als erster Schritt wird der Unterbau standfest verdichtet, wobei man für die Entwässerung im Unterbauplanum ein Längsgefälle von mindestens 0,5 % und ein Quergefälle von 4 % berücksichtigen muss. Dies ist gleichbedeutend mit einem Höhenunterschied von 0,5 cm in der Länge und 4 cm in der Breite, gerechnet auf 1 Meter. Als Oberbau wird eine ca. 30 – 70 cm dicke ungebundene untere Tragschicht aus Wandmaterial oder Kies, Körnung 0/30 – 0/70 mm auf das Unterbauplanum aufgetragen und
lagenweise verdichtet. Auf diese Schicht wird eine ungebundene obere Tragschichte aus Schotter, Körnung 0/30 mm in einer Dicke von ca. 10 – 20 cm aufgebracht. Mit einem Längsgefälle von mind. 0,5 %, einem Quergefälle von mind. 2,5 % und einer optimalen Verdichtung ist das Feinplanum hergestellt. Dabei sollen die Abweichungen der Oberfläche in der Ebenheit bei einer 4 m Messlatte max. 15 mm betragen. Der gesamte Oberbau ist wasserdurchlässig herzustellen.

Die Randabschlüsse
Eine geeignete Randausführung erzielen Sie mit Palisaden, Einfassungssteinen, Universalsteinplatten oder Blocksteinen. Die Steine werden in Unterlagsbeton C16/20 versetzt. Randeinfassungen müssen kräfteableitend ausgeführt werden. Sie müssen jede Randbegrenzung vertikal mit der Wasserwaage einrichten. Die Höhe der Rückenstütze soll ca. 2/3 der Gesamthöhe betragen. Um eine Durchfeuchtung oder Verschmutzung des Pflasters oder der Fugen zu vermeiden, können Sie die Randbegrenzung
zum Erdreich hin mit Folie oder Vlies abdecken und ein Hinterfüllmaterial verwenden, das Wasser abfließen lässt.

Das Pflasterbett
Auf die ungebundene obere Tragschicht wird als Ausgleichsschichte ein Splittbett, z. B. Körnung 2/4, 3/5 oder 4/8 mm, in einer Stärke von 3 – 6 cm lose und gleichmäßig aufgebracht. Als Hilfsmittel hat sich die Verwendung von 3 – 6 cm starken Rohren oder Leisten bewährt, welche auf die ungebundene obere Tragschicht aufgelegt, mit Splitt aufgefüllt und mittels einer Latte im Gefälle abgezogen werden. Berücksichtigen Sie die Mehrdicke der Pflasterbettung, da sich diese nach dem Abrütteln noch um ca. 1 cm absenkt. Das abgezogene Splittbett selbst darf weder gerüttelt noch betreten werden, daher sollten
Sie immer nur soviel Fläche abziehen, wie Sie an einem Tag verlegen können.

Das Verlegen
Achtung: Beim Entfernen der Verpackung können sich Steine lösen! Sollte Kunststoffgranulat als Lagerungs- und Transportschutz zwischen den Platten verwendet werden, muss dieses vor dem Verlegen fachgerecht entsorgt werden und darf keinesfalls in die Fugen eingekehrt werden. Beginnen Sie mit dem Verlegen in einer Ecke, im rechten Winkel, möglichst am tiefsten Punkt der Fläche und spannen Sie eine Schnur als Hilfslinie. Pflastersteine unterliegen als Naturprodukt farblichen Schwankungen.
Sie sollten daher immer aus mehreren Paletten und Lagen bzw. Big Bags gleichzeitig entnehmen. So erzielen Sie ein ausgewogenes und schönes Farbbild und vermeiden Farbkonzentrationen. Achten Sie darauf, dass es bei den Steinen eine Ober- und Unterseite gibt. Die feinkörnige Oberseite (Vorsatzschicht) gewährleistet die erhöhte Abriebfestigkeit der Pflastersteine. Achten Sie daher auf die richtige Verlegung der Steine. Da die verlegte Fläche sofort betreten werden kann, arbeiten Sie immer von dieser weg. Achten Sie auf einen ausreichenden Rundumfugenabstand. Bei zu geringem Abstand kann es zu Kantenabplatzungen kommen, welche keinen Mangel des Produktes darstellen, sondern auf nicht fachgerechte Verlegung zurückzuführen sind. Kontrollieren Sie die Gleichmäßigkeit des Fugenbildes alle 2 – 3 m mittels Latte oder Schnur. Gegebenenfalls können Sie die Steine mit einem nicht färbenden Kunststoffhammer oder einem Richteisen ausrichten. Um schlechte Randlösungen zu vermeiden, sollten Sie bereits bei der Planung den Abstand der Randeinfassung auf das Rastermaß der verwendeten Steine abstimmen. Ist es dennoch erforderlich, die Steine an feste Gegebenheiten wie Schächte, Rinnen oder Mauern anzupassen, benötigen Sie dazu eine Steintrennsäge oder ein Steinspaltgerät. Beachten Sie auch, dass die Seitenlänge des geschnittenen Steines nicht zu klein wird.

Das Verfugen
Anmerkung: Manche Fotos auf der Homepage und im Katalog zeigen Produktmusterflächen in unserem Indoor- Mustergarten und haben daher keine Fugenfüllung. Fugen sind aber immer auszufüllen. Die Fugen werden mit Sand, Kiessand, Brechsand oder Splitt eingekehrt. Geeignete Fugensandkörnungen sind: 0/2 mm – 0/4 mm. Um Ausblühungen zu vermeiden, dürfen Sie kein Kalkgestein verwenden.
Friedl empfiehlt Friedl Mineral-Fugenfüller**.
Der Bedarf variiert nach Fugenanteil (Breite, Tiefe, Anzahl). Die Fugen werden bei trockener Oberfläche mit Fugenmaterial gefüllt. Die saubere Fläche wird mit einer geeigneten Rüttelplatte im trockenen Zustand einmal längs und einmal quer, beginnend von außen nach innen, abgerüttelt.
Verwenden Sie eine Rüttelplatte mit einem nicht färbenden Kunststoffaufsatz. Nach dem Rütteln sind die Fugen nochmals auf volle Höhe zu füllen und einzuschlämmen.

Einbauempfehlung Friedl Mineral-Fugenfüller

Unterbauplanum und Tragschichten: 1 Pflasterbelag, 2 abgezogenes Splittbett, 3 Richtlatte, 4 Leiste, 5 ungebundene obere Tragschicht, 6 ungebundene untere Tragschicht ca. 30-70 cm, 7 Betonbettung, 8 Randstein, 9 Unterbauplanum
Randausbildung: 1 Pflasterbelag, 2 Splittbett ca. 3-6 cm, 3 ungebundene obere Tragschicht, 4 ungebundene untere Tragschicht ca. 30-70 cm
Durch zu große Bettungsdicke können Spurrinnen entstehen
Verformungen, die durch ungleichmäßige Bettungsdicke entstehen, vor dem Abrütteln
Verforumungen, die durch ungleichmäßige Bettungsdicke entstehen, nach Benutzung
Beachten Sie, dass sich das Pflasterbett beim Rütteln der fertig verlegten Fläche noch um ca. 1 cm senkt!
Falsch verlegt, da die Steine aneinanderstoßen
Richtig verlegt, da die Steine mit genügend Fugenabstand verlegt wurden. Mindestfugenbreite je nach Format und Anforderung bei ungebundener Bauweise 5-8 mm, bei gebundener Bauweise 8-15 mm (lt. ÖNORM B 2214)

UNVERBINDLICHE VERLEGEHINWEISE FÜR PLATTEN IN UNGEBUNDENER BAUWEISE (SPLITTBETT)

Für die Verlegung in ungebundener Bauweise (Splittbett) gelten die Bestimmungen der ÖNORM B 2214.
Auf das Unterbauplanum wird eine Tragschicht-Feinplanie aus Schotter, Körnung 0/16 mm – 0/32 mm aufgetragen, gut verdichtet und dem späteren Gefälle angepasst. Auf das fertige Feinplanum wird das Splittbett 3 – 6 cm dick aufgetragen. Es darf nicht verdichtet oder betreten werden. Nach dem
Verlegen der Platten erfolgt die Verfugung, z. B. mit Friedl Mineral-Fugenfüller.
Bei Platten unter 6 cm Stärke wird die Fläche mit einem nicht färbenden Kunststoffhammer abgeklopft (keine Rüttelplatte verwenden). Beim Verlegen von Großformatplatten ist bereits während der Verlegung auf ein gleichmäßiges Oberflächenniveau zu achten (siehe Richtlinie Großformatplatten FQP). Ein späterer Ausgleich durch Rütteln ist nur mehr schwer möglich.

Seitenansicht Aufbau Verlegung Platten in ungebundener Bauweise

UNVERBINDLICHE VERLEGEHINWEISE FÜR PLATTEN IN GEBUNDENER BAUWEISE (MÖRTELBETT)


Aushub, Unterbau und Tragschicht
Für die Verlegung in gebundener Bauweise (Mörtelbett) gelten die Bestimmungen der ÖNORM B 2214 und die Bedingungen der RVS 08.18.01.
Eine fachgerechte Ausführung garantiert die Entwässerung der Fläche und bildet die Grundlage für ein schönes Endergebnis. Der Aushub sollte mindestens so breit wie die zu belegende Fläche inkl. Randeinfassungen sein. Das Unterbauplanum wird z. B. mit einer Rüttelplatte oder Walze standfest verdichtet, wobei man für die Entwässerung im Unterbauplanum ein Längsgefälle von mindestens 0,5 % und ein Quergefälle von 4 % berücksichtigen muss. Dies ist gleichbedeutend mit einem Höhenunterschied von 0,5 cm in der Länge und 4 cm in der Breite, gerechnet auf 1 m. Bei lehmigen Böden empfiehlt sich zur Entwässerung ein längs verlegtes Drainagerohr, das mit Drainageschotter z. B. 16/32 mm und Filtervlies umgeben ist. Je nach örtlichen Gegebenheiten und der zu erwartenden Belastung wird Schotter, z. B. 0/70 mm lagenweise aufgebracht (max. 15 cm je Lage) und z. B. mit einer Rüttelplatte oder Walze verdichtet. Als Tragschicht werden 10 – 20 cm Drainbeton mit der Anforderung XF1 (frostbeständig) aufgebracht und zweilagig mit Eisen armiert.
Achten Sie auf ein ausreichendes Gefälle. Alle 4 – 5 m Dehnfugen vorsehen.
Bei der Verlegung im Mörtelbett muss der darunterliegende Beton vollständig und dauerhaft stabil und frei von Schwindungen sein (d. h. ein Mindestalter von ca. 6 – 7 Wochen haben). Durch das Schwinden des Unterbetons kann es zur Loslösung der Platten kommen.

Verlegen von Platten im Mörtelbett
Vor Arbeitsbeginn ist der Untergrund auf ausreichende Festigkeit und frostsicheren Aufbau zu prüfen. Der Oberbau muss ein Gefälle aufweisen und wasserdurchlässig ausgeführt sein, damit durchsickerndes
Wasser jederzeit abtransportiert werden kann. Die Verarbeitungstemperatur darf nicht unter 5 Grad Celsius liegen. Eine ca. 3 – 6 cm Mörtelschicht aus frostsicherem trasshältigen Mörtel z. B. Baumit Pflaster Drainmörtel plus GK 4 oder GK 8** in erdfeuchter Konsistenz herstellen. Um eine entsprechende Haftung zu erreichen, ist auf eine kraftschlüssige Verbindung durch vollflächiges Aufbringen eines geeigneten Klebers mittels Zahnspachtel auf der Unterseite der Platten zu achten, wobei die Drainagewirkung des Mörtelbettes nicht beeinträchtigt werden darf, z. B. mit trasshältigem Baumit SteinKleber plus**. Höhenunterschiede durch Klopfen mit einem nicht färbenden Kunststoffhammer sofort ausgleichen. Die Fugenbreite sollte zwischen 8 und 15 mm betragen. Alle 4 – 5 m sind Dehnfugen anzulegen. Bauen Sie keine Platten mit sichtbaren Schäden (Transportschäden etc.) ein. Für Schneidarbeiten sind geeignete
Geräte z. B. eine Steintrennsäge zu verwenden. Mit dem Verfugen der Fläche kann frühestens einen Tag nach der Verlegung begonnen werden. Bei der Verlegung entnehmen Sie die Platten abwechselnd aus verschiedenen Paletten, um ein natürliches Erscheinungsbild zu erhalten (produktionsbedingte Farbunterschiede) und Farbkonzentrationen zu vermeiden.

Verfugen
Das Verfugen der Platten erfolgt mit trasshältigem Fugenmörtel, z. B. Baumit Pflaster Fugenmörtel.**
Mörtelreste und Zementschleier sofort von der Plattenoberfläche entfernen.

Tipp: Damit Ihre Platten bei Verschmutzung durch z. B. Kaffee, Öl, Rotwein, Autoabgase leichter
zu reinigen sind, empfehlen wir die Platten durch Aufbringung des Mittels DUOPROTECTDP30 nach Verarbeitung zu imprägnieren, so diese nicht bereits mit einem Oberflächenschutz (DUOPROTECT DP30 oder DUOPROTECT DP60) werksseitig versehen wurden. Ein weiterer Vorteil der Imprägnierung ist eine Verbesserung der Abriebfestigkeit. Die Imprägnierung erst nach ausreichender Trocknung des Verlegemörtels und des Fugenmörtels (ca. 30 Tage nach dem Verfugen) aufbringen.

 

 

 

Verlegung im Mörtelbett: 1 Mörtel, 2 Drainbeton gem. RVS 08.18.01, 3 ungebundene untere Tragschicht

UNVERBINDLICHE VERLEGEHINWEISE FÜR STUFEN AUS BLOCKSTEINEN UND UNIVERSALSTEINPLATTEN


Es ist kein aufwendiger Oberbau notwendig. Bei der letzten Stufe benötigen Sie ein frostsicheres Auflagerfundament, das ein Abrutschen der Stufenanlage verhindert. Auftrittstiefe und Stufenhöhe sind variabel.

Stufen mit Blocksteinen im Magerbetonbett
Alternativ: Stufenaufbau mit Universalsteinplatten auf vorhandener Rohstufe

UNVERBINDLICHE VERARBEITUNGSHINWEISE FÜR MAUERSTEINE UND BLOCKSTEINE


Diese Verarbeitungshinweise gelten für Steine, die mit Kleber oder Mörtel verarbeitet werden.

Zur Mengenermittlung bei kleineren Mauern gilt folgende Faustregel:
Maximalhöhen einer freistehenden Mauer bei einer maximalen Felderlänge von 4 m (z. B. zwischen betonierten Säulen):
Mauerdicke 12 bis 16 cm – Höhe max. 1,5 m.
Mauerdicke bis 24 cm –Höhe max. 2 m.

Standsicherheit von Wänden (z. B. Zaun-, Mauer- und Pflanzsteine)
Entscheidende Faktoren zur Berechnung der Standsicherheitsind: Lage, Länge, Höhe und Dicke der Wand, sowie Erddruck und Windlast (Windgeschwindigkeit). Diese Berechnungen müssen von einem Statiker ausgeführt werden, der u. a. die lokalen Gegebenheiten berücksichtigt.

Das Fundament
Alle Mauern benötigen ein Fundament, üblicherweise aus Beton der Güte C12/15, Konsistenz mind. F45. Die Breite des Fundaments sollte ca. 10 cm breiter als das zu errichtende Mauerwerk sein. Die Tiefe muss der Höhe, Neigung, Belastung, der ortsüblichen Frostgrenze bzw. den Untergrundverhältnissen
Angepasst werden. Spannen Sie eine Schnur, um den Verlauf der Mauer exakt zu bestimmen.
Hinweis: Die Fundamentoberkante sollte bis zur Bodenoberfläche reichen, damit keine Erdfeuchte im Mauerwerk aufsteigen kann. Wenn der Boden nicht gefestigt ist, verwenden Sie Beton-Schalungssteine als Schalung, da Sie sonst keine senkrechte Grabenwand aufziehen können. Etwa alle 6 m empfiehlt sich eine Fundamentteilung.
Diese Dehnungsfuge können Sie durch das Einlegen einer 10 mm starken Dämmplatte herstellen. Die Dehnfuge soll im Mauerwerk weitergeführt werden. Durch gleichmäßige Längsarmierung des Fundaments mit Baustahl, sichern Sie es gegen das Setzen des Erdreiches und verhindern eine spätere Rissbildung.
Dann füllen Sie das Fundament mit Beton aus. Durch Rütteln wird der Beton verdichtet, erdfeuchter Beton wird durch Stampfen verdichtet. Nach Bedarf sind Drainagerohre vorzusehen.

Der Aufbau
Die Anordung der Steine auf den Lieferpaletten ist fertigungs- und transportbedingt. Sie muss beim Aufbau eines Mauerwerks nicht berücksichtigt werden. Beim Mauerstein Gutshof sind die verschiedenen Längen werksseitig so gemischt, dass ein natürliches Erscheinungsbild erzielt wird. Ganz gleich welche Versetzvariante Sie planen, das Aufmauern folgt keiner bestimmten Anordnung; jeder Stein mit entsprechender Steinhöhe kann verwendet werden, wenn er sich in den Verband einfügt.
Kreuzfugen sind zu vermeiden!
Die Steine sind so anzuordnen, dass sie die darunter liegenden Stoßfugen überlagern.
Die Steine können sowohl mit trasshältigem, frostsicherem Kleber z. B. Baumit SteinKleber plus** oder mit STÖ Nr.1 der wasserbeständige Universal Kleb- u. Dichtstoff** fugenlos verklebt werden, als auch mit einer bewussten ca. 1 – 2 cm breiten Fuge z. B. Baumit SteinMörtel plus** vermauert werden. Hilfreich sind z. B. ca. 1 – 2 cm dicke, ca. 2 cm breite und 200 cm lange Holzleisten. Sie dienen zur Auflage für die nächste Steinlage und geben gleichzeitig die Fugenstärke an. Verwenden Sie nur Mörtel mit Trasszement damit Ausblühungen minimiert werden. Überschüssigen Mörtel sofort entfernen und die Steine reinigen. Verschmutzungen durch wässrigen Mörtel bleiben auch später als Zementschleier sichtbar. Die Lage der Steine laufend mit Wasserwaage und Schnur ausrichten.

Stützmauer: Bei statisch sehr stark beanspruchten Stützmauern muss z. B. eine Betonwand errichtet werden. Danach werden die Mauersteine als Verblendung vorgesetzt.

Die Hinterfüllung
Mit dem Baufortschritt wird lagenweise wasserdurchlässiges frostbeständiges Schottermaterial z. B. 0/63 mm eingebracht und verdichtet. In der Höhe der Fundamentoberkante sind mit Vlies ummantelte Drainagerohre zu verlegen. Eine Schutzfolie oder Vlies hinter der Mauer verhindert, dass aus dem Hang
Wasser bzw. Schlämmerde in die Mauer bzw. durch die Fugen dringt. Höhendifferenzen im Mauerwerk können mit Fugenmörtel ausgeglichen werden.

Skizze 1 Hinterfüllung
Skizze 2 Hinterfüllung
Schichtmauerwerk mit Mauerstein Gutshof MB24
Mauerbreite: ca. 24 cm
Lagenhöhe: 15 cm oder 22,5 cm
Steinlängen: 10 cm, 20 cm, 30 cm, 40 cm, 50 cm
Regelmäßiges Wechselschichtmauerwerk mit Mauerstein Gutshof MB24
Mauerbreite: 24 cm
Lagenhöhe 7,5 cm, 15 cm und 22,5 cm
Steinlängen: 10 cm, 20 cm, 30 cm, 40 cm (nicht bei Steinen mit Höhe 7,5 cm) und 50 cm (nicht bei Steinen mit Höhe 7,5 cm)
Unregelmäßiges Wechselschichtwerk mit Mauerstein Gutshof MB24
Mauerbreite: 24 cm
Lagenhöhe: 7,5 cm, 15 cm und 22,5 cm
Steinlängen: 10 cm, 20 cm, 30 cm, 40 cm (nicht bei Steinen mit Höhe 7,5 cm) und 50 cm (nicht bei Steinen mit Höhe 7,5 cm)
Bei Bedarf müssen Steine entsprechend eingepasst werden.

UNVERBINDLICHE VERARBEITUNGSHINWEISE FÜR ZAUNSYSTEME


Diese Verarbeitungshinweise gelten für Steine, die mit Eisen armiert und mit Beton ausgefüllt
werden.

Das Fundament
Das fachgerechte Errichten eines Fundaments ersehen Sie bei den Verarbeitungshinweisen für Mauersteine und Blocksteine. Bei Zaunsteinen muss mindestens Beton der Güte C12/15 mit mindestens einer Konsistenz von F45 verwendet werden. Dieser Beton wird durch Rütteln verdichtet. Beachten Sie auch das rechtzeitige Anbringen von Steckeisen in dem noch nicht abgebundenen Beton, die später eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Fundamenten und Pfeilern gewährleisten sollen (Bewehrungseisen und Betongüte sollte vom Fachmann vor Ort bestimmt werden). Die Oberfläche muss glatt abgezogen und waagrecht sein.

Das Versetzen
Hierzu benötigen Sie Füllbeton mit mindestens einer Konsistenz von F45 und der Anforderung XF1 (frostbeständig), z. B. Baumit Trockenbeton 20 oder 30**. Verwenden Sie trasshältigen Zement um eventuelle Ausblühungen zu reduzieren, Armierungseisen, Friedl Zaunsteine, Friedl Zaunabdeckplatten,
ein flexibles Mantelrohr für die Elektroleitungen, Wasserwaage, Schaufel und einen Schubkarren. Für das Mörtelbett empfehlen wir bei Baustellenmischungen in der Mischmaschine einen Zementleim aus Zement und Wasser (Verhältnis 2:1) herzustellen und soviel Zuschlagsstoff (Sand-/Kiesgemisch) dazu zu geben, bis die von Ihnen gewünschte Verarbeitungskonsistenz entsteht. Beim Auflegen der Steine in das Mörtelbett achten Sie besonders bei der ersten Schar auf ein genaues, ebenmäßiges Verlegen. Die nächsten Lagen werden trocken aufgeschlichtet. Achten Sie darauf, dass Sie die Fugen versetzt anordnen! Um ein schönes Bild zu erreichen, verwenden Sie die 1/2-Steine jeweils am Anfang und am Ende der Reihen. Berücksichtigen Sie die notwendigen Installationen für Briefkasten, Klingel, Gegensprechanlage, Kamera etc. an den dafür vorgesehenen Stellen. Die Hohlräume werden dann mit Füllbeton z. B. Baumit Trockenbeton 20 oder 30** aufgefüllt. Der eingebrachte Beton wird verdichtet (regelmäßiges Füllen und
Rütteln alle 3 – 4 Reihen).
Vor Aufbringen der Abdeckplatten müssen die Unebenheiten des Füllbetons mit trasshältigem, frostsicherem Kleber z. B. Baumit Stein-Kleber plus** ausgeglichen werden.
Am Schluss werden die farblich passenden Friedl Abdeckplatten vollflächig verklebt. Mit frostsicherem, flexiblem, trasshältigem Steinkleber z. B. Baumit SteinKleber plus** oder mit STÖ Nr.1 der wasserbeständige Universal Kleb- u. Dichtstoff** erzielen Sie den besten Verbund von Mauern und Abdeckplatten. Bei den Mauerabdeckplatten müssen die Stoßfugen zwischen den Platten mit Fugendichtkleber geschlossen werden. Bei Verwendung der Abdeckplatte Gutshof 3-seitig gespalten
muss die Fuge mit trasshältigem Fugenmörtel z. B. Baumit Steinmörtel plus** oder Baumit Fugenmörtel** ausgefüllt werden. Bereits einige Tage nach Fertigstellung Ihres Zaunes können Sie die Verankerungen für Zaunfelder bohren und dübeln.

 

**Verarbeitungshinweise des Herstellers beachten.

 

Alle Angaben sind Empfehlungen, die zur Unterstützung des Verarbeiters bzw. Käufers aufgrund unserer Erfahrungen erstellt sind. Sie entbinden den Käufer nicht, für den vorgesehenen Verwendungszweck selbst zu prüfen.
Alle Angaben können ohne vorherige Ankündigung geändert werden.
Alle Verlege- und Verarbeitungshinweise ohne Gewähr.

1 Fundament 70-100 cm, 2 Zaunstein Grado, 3 Armierung